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08.01.2021, 10:45 Uhr | Verfasser: Florian Borchardt
Kaspar Haller soll Braunschweigs neuer Oberbürgermeister werden
CDU-Kreisvorstand schlägt der Parteibasis die Wahl des 37 Jahre alten, parteiunabhängigen Unternehmers zum OB-Kandidaten vor.
Mit einem außergewöhnlichen Vorschlag geht der Kreisvorstand der CDU Braunschweig in die Oberbürgermeisterwahl am 12. September. Der parteiunabhängige Kaspar Haller soll für die CDU kandidieren. Zuvor muss sich der 37 Jahre alte Unternehmer sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler noch einer Urwahl der Parteibasis stellen. Ein Termin dafür steht pandemiebedingt noch nicht fest.
Kaspar Haller soll Braunschweigs neuer Oberbürgermeister werden!

Das Signal, das von dem Vorschlag ausgeht, ist eindeutig: Braunschweig soll auf neuen Wegen in das dritte Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts geführt werden. Mit Digitalisierung, Umweltschutz und gesellschaftlichem Miteinander benennt Haller schlagwortartig Schwerpunktthemen. „Braunschweig ist meine Heimatstadt! Sie liegt mir sehr am Herzen. Ich bedauere, dass sie sich gegenwärtig unter Wert schlägt. Das will ich ändern, und deswegen kandidiere ich für das Amt des Oberbürgermeisters“, sagt er.

Hochqualifizierte Alternative

„Wir wollen den Wählerinnen und Wählern eine hochqualifizierte Alternative zu einem drohenden und finanziell desaströsen Weiter-so anbieten. Braunschweig benötigt neue Impulse und frische Ideen, um den Mehltau abzuschütteln, Stillstand zu beenden, Innovationen nicht nur zu entwickeln, sondern insbesondere umzusetzen. Kaspar Haller ist dafür aufgrund seiner vielfältigen Kompetenzen und Erfahrungen ein herausragender Kandidat für unsere Stadt“, erläutert der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Carsten Müller den Vorschlag.

Er kennt Haller bereits seit vielen Jahren und weiß dessen vielschichtige Fähigkeiten zu schätzen. In der Diskussion zu einem sozialpolitischen Thema kam Müller die Idee, Haller auf eine mögliche Kandidatur anzusprechen. Die OB-Findungskommission, in der unter anderem CDU-Landeschef Dr. Bernd Althusmann mitwirkte, votierte wie der Kreisvorstand einstimmig für Haller. Er kann damit zum ersten parteiunabhängigen Oberbürgermeisterkandidaten in der Geschichte der CDU Braunschweig werden. „Ich freue mich, dass die CDU auf mich zugekommen ist, obwohl ich kein Parteimitglied bin. Das ist nicht selbstverständlich und mutig für die Partei. Es zeigt, dass die CDU es ernst meint mit der zwingend notwendigen Veränderung für Braunschweig“, meint Haller.    

Stadt hat an Dynamik verloren

Die Stadt habe in der vorletzten Dekade zwar viel aufgeholt, aber aktuell leider auch wieder viel an Energie verloren. „Braunschweig hat große Herausforderungen zu meistern, wie viele andere Großstädte auch. Gemeinsam können wir sie bewältigen. Gerade deshalb ist meine politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit ein Angebot an alle Kräfte in der Stadt, an einem neuen Aufschwung Braunschweigs mitzuwirken“, erklärt Kaspar Haller, der zudem in der Region auf diversen Ebenen ausgezeichnet vernetzt ist.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thorsten Köster sieht in der Auswahl des unabhängigen Kandidaten Kaspar Haller einen weiteren wichtigen Schritt für die erforderliche Erneuerung der politischen Arbeit der CDU für Braunschweig. „Es geht nicht darum, die Gegenwart zu verwalten, sondern darum, die Zukunft zu gestalten. Diesen Ansatz werden wir auch bei der Kandidatenkür zur Kommunalwahl priorisieren“, sagt Köster. Mit der Wahl des heute 38-jährigen zum Fraktionsvorsitzenden im Jahr 2018 wurde der Prozess bei der CDU bereits eingeleitet.

Braunschweig ist Lebensmittelpunkt

„Braunschweig ist in beruflicher und auch privater Hinsicht sowie bei sozialen Engagements mein Lebensmittelpunkt. Meine Kinder sind in Braunschweig geboren und gehen hier zur Schule. Ich habe auf dem Wilhelm-Gymnasium mein Abitur gemacht“, beschreibt Kaspar Haller, der mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Schickelsheim und Braunschweig wohnt, seine vielfältigen Beziehungen zur Löwenstadt.

Haller studierte in Göttingen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften im Landbau (Bachelor) sowie an der Royal Agricultural University in Cirencester/England (MBA). Seine Abschlussarbeit verfasste er beim englischen landwirtschaftlichen Unternehmen KWS UK Ltd. (Tochter der KWS Saaten AG, Einbeck). Neben seinem landwirtschaftlichen Unternehmen gründete er einen Online-Lebensmittelhandel, zusammen mit seiner Frau Donata die Domäne Schickelsheim | Der Dritte Ort für den Austausch von Familienunternehmerinnen und -unternehmern zur strategischen Zukunftsgestaltung sowie mit Braunschweiger Partnerinnen und Partnern die gemeinnützige butterfly gGmbH, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Region zu stärken.

Ehrenamtlicher Richter

Darüber hinaus sitzt Haller im Aufsichtsrat der Nordzucker Holding AG (Braunschweig) und der Agravis Förderungs- und Beteiligungs- eG (Münster) sowie im Beirat der Agravis AG (Münster) und der Hermes Schleifmittel GmbH (Hamburg). Am Arbeitsgericht in Braunschweig und am Amtsgericht in Helmstedt fungiert er als Ehrenamtlicher Richter. Dazu engagiert er sich im Round Table 21 in Braunschweig und ist Vorstand dessen Fördervereins.

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