Thorsten Wendt, kooptiert CDA Kreisvorsitzernder

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) in Braunschweig lehnt geplante Änderungen an der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) ab und fordert die Beibehaltung der bisherigen Regelung, die barrierefreies Bauen vorschreibt.
Thorsten Wendt, Kreisvorsitzender der CDA Braunschweig: „In Niedersachsen wird seit Jahren zu wenig bezahlbarer Wohnraum geschaffen. Deshalb ist es richtig, wenn die rot-schwarze Landesregierung bestehende Bauvorschriften unter die Lupe nimmt, ob diese verändert werden müssen. Dabei muss man aber die richtigen Regelungen anfassen.“
Nach Ansicht der CDA Braunschweig ist die Streichung der Anforderungen zum barrierefreien Bauen aber keine geeignete Maßnahme. Thorsten Wendt: „Hier in Braunschweig ist in den letzten Jahren keine Wohnung nicht gebaut worden, weil es seit 2019 Anforderungen für barrierefreies Bauen gibt. Zudem widerspricht die geplante Änderung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die in Artikel 9 eine Beseitigung von Zugangshindernissen gerade auch bei Wohnräumen fordert.“
Daher schließt sich die CDA Braunschweig der Einschätzung etwa der Lebenshilfe Niedersachsen an, dass eine standardisierte Barrierefreiheit keine nennenswerten Mehrkosten bei der Erschließung von Baulücken verursachen wird. Barrierefreiheit und Bezahlbarkeit dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Thorsten Wendt: “Im Gegenteil: die gesellschaftlichen Folgekosten fehlender Barrierefreiheit in Wohngebäuden sind oftmals um ein Vielfaches höher als der einmalige Bauaufwand für Rampen, für den Verzicht auf Stufen oder Erhöhungen als Designelemente oder andere Maßnahmen der Barrierefreiheit.“ Man solle daher den erst vor kurzem eingeführten Neuregelungen der NBauO eine faire Chance geben, sich in der Praxis in Braunschweig zu bewähren, und diese nicht nach kurzer Zeit bereits wieder zurückdrehen.

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