Fotografin: Dipl.-Ing. Anke Kätzel -Rangerin im Naturschutzgebiet Riddagshausen- Stadt Braunschweig Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz

Wieder viele fleißige Helfer im Naturschutzgebiet Riddagshausen aktiv

Kopfweiden geschnitten – Eisvogelbrutwand repariert – Nistkästen gereinigt

Es waren wieder viele fleißige Helfer Ende Oktober im Naturschutzgebiet aktiv, um der Natur Gutes zu tun. Wie schon viele Jahre lang, trafen sich wieder Mitglieder des Fördervereins Naturschutzgebiet Riddagshausen, des CDU-Ortsverbands Wabe-Schunter und die Mitarbeiter des Naturerlebniszentrums Haus Entenfang unter Leitung der Rangerin Anke Kätzel.

Am Ende der „Straße am Lünischteich“ südlich der Klosterkirche haben die Helfer an sieben Weiden die teilweise schon recht starken Äste geschnitten, damit sich die typischen Kopfweiden wieder entwickeln können. Kopfweiden sind nicht nur typisch für die Riddagshäuser Landschaft, sondern bilden im Laufe der Jahre auch Höhlen, in denen Spechte und Singvögel sowie zahllose Insekten, darunter auch die seltenen Hornissen, ihre Nester bauen und sich vermehren können. Die abgesägten Äste wurden gleich vor Ort geschreddert und das Scheddergut abtransportiert.

Eine zweite Gruppe reparierte die vor fünf Jahren errichtete Eisvogelbrutwand in der Nähe des Schapenbruchteiches. Hier war beim Hochwasser im vergangenen Winter die Wand unterspült worden, sodass der Eisvogel im vergangenen Sommer keine Bruthöhle mehr in die Erde graben konnte. Um ein Unterspülen zukünftig zu vermeiden, wurde die Sohle mit Steinen befestigt. Dann haben die Helfer hinter die vorhandene Wand Sand gefüllt, um dem Eisvogel, unserem „fliegenden Edelstein“, wieder eine Brutmöglichkeit im Naturschutzgebiet zu bieten.

Außerdem mussten die Nistkästen rund um das Haus Entenfang kontrolliert und gereinigt werden. Dabei fanden die Helfer in einem Nistkasten, in dem Fledermäuse ein Zuhause finden sollten, ein Hornissennest. Diese seltenen großen Wespen gelten in Niedersachsen als gefährdet, können im Naturschutzgebiet glücklicherweise aber in jedem Jahr beobachtet werden. Im Volksmund gibt es immer noch Horrorvorstellungen über diese Tiere, was aber nicht stimmt. In Wirklichkeit aber sind die Tiere so friedliebend wie Hummeln und nicht aggressiv.

Eine vierte Gruppe war ausgeschwärmt, um Müll zu sammeln. Die Erfahrung zeigt, dass dort, wo Müll liegt, auch immer wieder Müll dazu geworfen wird. Ist kein Müll vorhanden, so ist die Scheu deutlich größer, Müll in die Landschaft zu werfen. Mit einem großen Beutel voller Flaschen, Kunststoffverpackungen und leeren Zigarettenschachteln kam die Gruppe gegen Mittag zum Haus Entenfang zurück.

Der Aktionstag wurde wieder mit einem leckeren Mittagessen beendet, das von der Ambulanten Pflege Wilhelminum gesponsert worden war, wofür sich die Helfer ganz herzlich bedankt haben.

Martin Bollmeier,    Förderverein Naturschutzgebiet Riddagshausen

Thorsten Wendt ,    CDU-Ortsverband  Wabe-Schunter

 

Fotografin:
Dipl.-Ing. Anke Kätzel
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