Praktikanten interviewen CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Wendroth

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Regelmäßig bietet die CDU Braunschweig Praktikumsplätze für Schülerinnen und Schüler an. Unsere beiden Praktikanten Julien Pohlai (16, Otto-Bennemann-Schule) und Guillano Torraco (15, Wilhelm-Bracke-Gesamtschule) führten ein Interview mit dem Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion Klaus Wendroth.

1. Warum sind Sie Politiker geworden?
Durch Zufall und durch Gespräche mit CDU-Mitgliedern wurde sein Interesse geweckt.

2. Wie lange sind Sie schon in der Politik tätig?
Ich habe 1996 das erste Mal kandidiert und gehöre seit 1997 dem Rat der Stadt Braunschweig an.

3. Was gehört zu Ihren Aufgaben?
Ich habe die Verantwortung über die Gesamtfraktion, sprich alles was in den Sitzun-gen besprochen wird geht zuerst über meinen Tisch. Weiterhin bin ich für den Bereich „Sport“ zuständig.

4. Was tut die Politik in Braunschweig, damit Jugendliche Interesse an der Politik finden?
Die Politik tut zu wenig. Daher wurde z.B. die „Junge Union“ ins Leben gerufen, damit sich dort Junge Leute engagieren können und somit vielleicht Gefallen an der Politik finden und der politische Nachwuchs stärker gefördert wird.

5. Gibt es immer noch Gelder von der Stadt Braunschweig für die Förderung des Nachwuchsleistungszentrums von Eintracht Braunschweig?
Es fließen keine hohen Gelder mehr und der Verein muss auch keine hohen Abgaben an die Stadt zahlen. Es wird versucht, ein Sportinternat zu ermöglichen, wobei nicht so viel Geld von der Stadt kommen wird wie bei dem Bau des Kunstrasenplatzes.

6. Werden auch kleinere Vereine unterstützt? Wenn ja in welcher Form?
Sie bekommen kleinere Zuschüsse, z.B. für Erweiterungen oder Renovierungen. Bis zu 50% der Kosten können erstattet werden.

7. Warum gibt es in Niedersachen bzw. Braunschweig immer mehr junge Ob-dachlose?
Weil viele junge Leute von Zuhause ausbrechen, da ihnen das Leben dort nicht gefällt und sich das Familienleben, auch zwischen den Eltern, verändert. Wenn die Jugendlichen dadurch aus dem Elternhaus entfliehen und sie keine Unterkunft finden, schlafen sie leider oftmals unter freiem Himmel. Es soll aber keiner auf der Straße leben müssen und daher wird versucht, die Mieten zu senken.

8. Stört sie derzeit etwas in Ihrer Politik?
Dass wir es nicht schaffen, eine Verjüngung in der Partei einzuleiten.
Es nervt mich, dass gesagt wird, „man solle auf die (Steuer-)Gelder aufpassen“, sich aber dann keiner daran hält und man mehr Geld ausgibt als zur Verfügung steht.

9. Was war Ihr größter Politischer Erfolg? Und was war das bisher schlimmste Er-lebnis in Ihrer politischen Laufbahn?
Unser größter Erfolg war 2011 der Ausbau des Eintracht-Stadions in Höhe von 14 Mil-lionen Euro. Wir hatten es geschafft, dass sich 60 %, die an der damaligen Bürgerbe-fragung teilgenommen hatten, dafür ausgesprochen haben.

Mein schlimmstes Erlebnis war die Kommunalwahl im Jahr 2016. Wir haben im Rat der Stadt gut gearbeitet, aber trotzdem nur 27% der Stimmen erhalten. Daher sehe ich das auch leicht als persönliche Niederlage an. Das verfolgt mich immer noch, da man fünf Jahre harte Arbeit geleistet und dann trotzdem so schlecht abgeschnitten habe.

10. Wie lange wollen Sie in der Politik noch tätig sein?
Ich möchte noch bis zur Kommunalwahl 2021 aktiv in der Politik sein – soweit es die Gesundheit mitmacht. Ich bin dann 25 Jahre in der Politik tätig, was mir persönlich reicht, da ich mich pro Woche zwischen 35 und 40 Stunden für die Politik engagiere.

11. Was sehen Sie zukünftig als die größte Herausforderung für die Stadt Braunschweig?
Es kommen immer mehr Aufgaben auf die Stadt Braunschweig zu, aber dafür steht zu wenig Geld zur Verfügung. Das heißt die Kommunen sind finanziell überfordert.

12. Gibt es etwas Bestimmtes, für das Sie Sich zukünftig in der Stadt Braunschweig einsetzen werden?
Es gibt mehrere Dinge, für die ich mich einsetzen möchte:
Z.B. sollte jeder Mensch ein Dach über dem Kopf haben, daher müssen wir mehr Wohnraum schaffen, da immer mehr Menschen nach Braunschweig ziehen möchten.
Außerdem sollte der Wohnraum nicht zu teuer sein, damit man ihn sich auch leisten kann. Firmen sollen sich weiterhin hier ansiedeln, denn je mehr Menschen nach Braunschweig ziehen, umso mehr Arbeitsplätze entstehen in der Stadt.

 

 

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