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27.10.2009, 14:58 Uhr | Übersicht | Drucken
Hermann Gröhe wird neuer CDU-Generalsekretär

Der bisherige Staatsminister im Bundeskanzleramt, Hermann Gröhe, soll neuer Generalsekretär der CDU Deutschlands werden. Der Bundesvorstand habe den Neusser CDU-Bundestagsabgeordneten einstimmig zum kommissarischen Generalsekretär ernannt, teilte die CDU-Vorsitzende Angela Merkel am Samstag nach Gremiensitzungen in Berlin mit. Die eigentliche Wahl wird auf einem Bundesausschuss oder Bundesparteitag erfolgen. Nach dem Wechsel des bisherigen Amtsinhabers Ronald Pofalla ins Kanzleramt soll Gröhe sein neues Amt am kommenden Mittwoch antreten.

Die Bundeskanzlerin zeigte sich davon überzeugt, dass Hermann Gröhe an die Parteiarbeit mit Leidenschaft und Freude herangehen werde, "damit wir uns als große Volkspartei der Mitte weiterentwickeln können". Der designierte Generalsekretär verfüge nicht nur über langjährige Erfahrungen in der CDU, sondern er habe auch im Rat der EKD wertvolle Arbeit geleistet. Einer Partei mit dem "C" im Namen stehe es gut an, diese Wurzel zu kräftigen. Als vierfacher Familienvater stehe Herrmann Gröhe zudem "fest im Leben".

Gröhe: "Die Idee der Volkspartei in eine gute Zukunft tragen"

Der designierte Generalsekretär dankte für das Vertrauen und betonte, dass er helfen wolle, "die Idee der Volkspartei in eine gute Zukunft zu tragen". Sein Ziel sei eine moderne, wertegebundene, in der Mitte der Gesellschaft verankerte Volkspartei. Gröhe, der seit seinem 16. Lebensjahr Mitglied der CDU ist, kündigte eine harte, aber faire Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner an. Allerdings machte er auch deutlich, dass er vom "Draufhauen" wenig halte. Neben der Familienpolitik will er sich um den Umweltschutz und die Stärkung der Bürgerpartei CDU mit Hilfe der modernen Kommunikationsmittel kümmern.

Merkel: Oettinger wird Schwergewicht in Brüssel 

Auf Nachfrage äußerte sich Bundeskanzlerin Merkel zum Wechsel des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger nach Brüssel. Merkel betonte, erstmals seit vielen Jahren stelle damit die CDU wieder einen Kommissar. Zugleich machte sie deutlich, dass Oettinger auf Grund seiner Kompetenz "ein politisches Schwergewicht in Brüssel" sein werde. Sie zeigte sich überzeugt, dass der CDU-Politiker ein "interessantes und wichtiges Ressort" innerhalb der EU-Kommission erhalte. Mit seiner wirtschaftspolitischen Erfahrung werde er ein wichtiger Ansprechpartner für Bund und Länder in Brüssel sein. Sie habe keinen Zweifel, dass Oettinger sich für die Belange Europas aus vollem Herzen einsetze werde.



aktualisiert von Henrik Grotjahn, 27.10.2009, 15:12 Uhr


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